Pressemeldung,  23.03.2020

 

Düsseldorf. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Düsseldorf (MIT Düsseldorf) appelliert an die Verantwortlichen die Entscheidung der Kommission für ein Fotoinstitutes in Essen zu überdenken.

„Mit Bedauern hat die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Düsseldorf die Entscheidung der Kommission gegen den Aufbau des „Bundesdeutschen Fotoinstitutes“ am Standort Düsseldorf zur Kenntnis genommen.

Die stellvertretende Vorsitzende Angela Erwin erläutert: „Selbstverständlich sind die vorgetragenen Argumente für eine Errichtung am Standort Essen nachvollziehbar, jedoch gibt es gewichtige Gründe, die Düsseldorf als geeigneter erscheinen lassen. Bereits seit 13 Jahren bemüht sich die Stadt Düsseldorf gemeinsam mit den international erfolgreichen Fotografen Andreas Gursky und Thomas Ruff um den Aufbau einen Fotoinstituts. Durch die Lehrtätigkeit des Fotografenehepaares Hilla und Bernd Becher wurde die künstlerische Fotografie als eigenständige Sparte an der Kunstakademie Düsseldorf eingeführt und so wurde der Grundstock für die museale Wahrnehmung von Fotografie gelegt.“

Stefan Golißa, Vorsitzender der MIT Düsseldorf, betont: „Wichtige Kulturinstitute wie die Kunstsammlung NRW, der Kunstpalast und das NRW-Forum in Düsseldorf präsentieren seit Jahren bedeutende Ausstellungen im Bereich der Fotografie. Mit dem Ankauf der Sammlung Kicken Ende 2018 hat sich die Stadt Düsseldorf erneut als Fotostandort profiliert. Zudem verfügt das Restaurierungszentrum der Stadt seit Jahren über eine eigene Fotorestauratorenstelle. Veranstaltungen wie die Photo + belegen das Engagement der Stadt für die Fotokunst.“

Olaf Lehne, stv. Vorsitzender der MIT Düsseldorf, erklärt: „ Nicht nachvollziehbar ist die Entscheidung der Kommission für den Standort Essen vor dem Hintergrund, dass der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bereits im November 2019 den Beschluss gefasst hat, für ein Deutsches Fotoinstitut Düsseldorf 41,5 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Auch der Landtag NRW hat im Dezember 2019 beschlossen, ebenfalls Mittel in Höhe von 41,5 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Der Rat der Stadt Düsseldorf hat zudem die Bereitschaft erklärt, für die Errichtung des Deutschen Fotoinstitutes in Düsseldorf ein erschlossenes Grundstück kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Mit dem Ehrenhof ist ein historisch bedeutsamer und an weitere bedeutende Kulturinstitutionen angebundener geeigneter Ort gefunden worden.“

Da die endgültige Entscheidung bezüglich des Standortes eines „Bundesdeutschen Fotoinstitutes“ bei den Parlamenten in Bund und Land liegt, möchte die MIT Düsseldorf an Frau Staatsministerin Prof. Monika Grütters und Frau Ministerin Isabel PfeifferPoensgen appellieren, die Entscheidung der Kommission zu überdenken und eine für alle Seiten harmonische, regionale Lösung zu finden.